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19. September 2019

Tarifverhandlungen

Warnstreik beim SWR

Mit einem fünfstündigen Warnstreik haben die Beschäftigten des SWR gestern ihren Forderungen in der laufenden Tarifverhandlung Nachdruck verliehen. Zu dem Protest im Rahmen eines bundesweiten Streik- und Aktionstages an den ARD-Rundfunkanstalten haben DJV, ver.di und die Deutsche Orchestervereinigung gemeinsam aufgerufen.

Erfolgreiche Protestaktion beim SWR - Solidarität beim ZDF. Fotos: Wohlfart/Schmoldt


In Mainz ging es um 15 Uhr los. Vor den Toren versammelten sich zahlreiche Streikende, was sich in dem Nachmittagsprogramm des SWR bemerkbar machte. Gisela Schmoldt, Geschäftsführerin des DJV-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, und Fabian Gödeke, stellv. Bezirksgeschäftsführer des ver.di Bezirks Mittelrhein, verwiesen in ihren kurzen Ansprachen auf den Stand der Dinge:

Abschlüsse des Öffentlichen Dienstes waren für die Rundfunkanstalten immer der Maßstab für die Erhöhungen. In diesem Jahr, in dem der Öffentliche Dienst einen guten Abschluss erreicht hat, soll dies wohl nicht mehr der Fall sein. Die Arbeitgeber haben sich offenbar abgesprochen. Der SWR bot zuletzt 2,5 Prozent im ersten und 1,7 Prozent im zweiten Jahr. Der Abschluss im Öffentlichen Dienst der Länder sieht Einkommenssteigerungen in Höhe von insgesamt ca. 7,8 Prozent bei einer Laufzeit von 33 Monaten vor.
„Wir lassen uns nicht abkoppeln“, lautet daher die Forderung der freien und fest angestellten Hörfunk- und Fernsehjournalisten.